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Automatisches Herunterfahren von „Virtuellen Maschinen“ (VMs) bei Stromausfall

Automatisches Herunterfahren von „Virtuellen Maschinen“ (VMs) bei Stromausfall

Heutzutage geht der Trend im Server- Backend zur Virtualisierung.  In der Vergangenheit gab es bei physikalischen Servern je nach Modell der „unterbrechungsfreien Stromversorgung“ (USV) oft die Möglichkeit beide miteinander zu koppeln. Sei es über die serielle Schnittstelle, den USB-Port oder die Netzwerkkarte.

Sind die Batterien der USV ausgeschöpft gibt sie das Steuersignal an den Server zum normalen Herunterfahren des Betriebssystems. Der Server wird dann nicht durch die nicht mehr vorhandene Energiezufuhr mitten in irgendwelchen Schreib-  oder anderen Arbeitsprozessen gestoppt.

Dies ist insbesondere wichtig, wenn auf dem Server z.B. sensible Datenbanken liegen. Bei einem Ausfall mitten im Betrieb kann dabei eine Vielzahl von Daten verloren gehen. Im schlimmsten Fall kann die Datenbank sogar inkonsistent werden so, dass Sie nur noch teilweise oder gar nicht mehr funktioniert.

Die Firma APC hat zu diesem Zweck eine Software für ihre netzwerkfähigen USVs entwickelt die dieses Problem auch in virtualisierten Serverinfrastrukturen behandelt.

Die Software „PowerChute Network Shutdown“ ist aktuell in der Version 3 vorhanden und kann in alle gängigen Server- und Clientbetriebssystemen sowie Hypervisoren integriert werden. Sollte man eine passende APC-USV besitzen ist diese Software kostenlos nutzbar.

Im Weiteren gehen wir näher auf die Integration mit dem VMWare ESXi Hypervisor im Clusterverbund ein.

Ab der aktuellen ESXi-Version 5, Versionsstand (5.0 Patch 1) ist die Aktivierung der Funktion  „automatisch Starten / Herunterfahren“ im HA-Cluster „by Design“ ausgegraut, da alle VMs nach einem Stromausfall automatisch starten.  Wir benötigen jedoch die Möglichkeit die VMs automatisiert herunterzufahren. Für dieses Szenario gibt es ein angepasstes Skript der Firma APC.

Als Schnittstelle zwischen USV und Hypervisor ist der vSphere Management Assistant (vMA) mit dem minimalen Versionsstand 5.0 nötig.  Eine weitere Besonderheit die in der ESXi Version 5 zu tragen kommt, ist die Anforderung an eine erhöhte Komplexität der Zugangspasswörter der APC-UPS.

Die vMA ist eine angepasste Linux-Distribution welche z.B. das „vSphere command-line interface (PowerCLI)“ und das „vSPhere SDK for Pearl“ beinhaltet. Sie kann von der VMWare- Website nach Registrierung heruntergeladen werden. Der Download beinhaltet ein .OVF-Template welches man einfach durch den vSphere-Client in die ESXi- Infrastruktur integrieren kann. Die fertig installierte vMA sieht man als eine weitere VM auf dem Host.

Im Anschluss kann die PowerChute-Software herunterladen und  z.B. per SCP auf die vMA-VM übertragen werden.  Vereinfacht dargestellt wird die Software auf der VM installiert und per Webinterface mit den vorher konfigurierten Zugangsdaten und IP-Adressen der APC-USV konfiguriert. Im Anschluss wird der Hypervisor nach folgender Anleitung gepatcht,  um das automatische Herunterfahren wieder zu aktivieren:

http://www.schneider-electric.us/support/index?page=content&country=ITB&lang=EN&id=FA159784

Die Installation und weitere Konfiguration ist detailliert in der Anleitung des Herstellers beschrieben:  http://www.apcmedia.com/salestools/PMAR-8RNGUL/PMAR-8RNGUL_R0_EN.pdf

Abgelegt unter: Allgemein

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