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Der Internet Explorer 11 und die aktuellen Browseralternativen im Vergleich

 Neuerungen und Konfigurationen für den Unternehmenseinsatz – Teil1

Grundsätzlich stellt sich jeder User respektive Administrator die Frage: Welcher Internet-Browser ist bei meinen Anforderungen die beste Wahl. Die heutigen Browser nähern sich in puncto Webstandards und Web Techniken alle einem gemeinsamen Nenner der über 95% der aktuellen Websites fehlerfrei darstellen lässt. Letztendlich entscheidet meist die persönliche Vorliebe oder die positive Erfahrung mit einer der 5 Alternativen auf dem Markt, welcher Internet-Browser zu Einsatz kommt.

Vereinfacht kann man die 5 Browser folgendermaßen kategorisieren:

  •  Der Chrome Browser aus dem Hause Google ist der schnellste Browser und bietet schon seit seiner Einführung die Arbeitsweise jeden einzelnen Tab in einen einzelnen Prozess auszulagern. Trotz einigen Beschwerden von Datenschutzbeauftragten und etlichen Änderungen in der AGB ist der Datenversand an Google jedoch immer noch fragwürdig. Die Chrome-Version 31 enthält folgende Neuerungen: Der Portable Native Client, kurz PNaCl, kann in C und C++ geschriebene Apps direkt im Browser ausführen und einen direkten Zugriff auf die Hardware gewähren. Anders als der Native Client funktioniert PNaCl unabhängig von der CPU-Architektur. Chrome 31 unterstützt zudem Alpha-Channel in WebM-Videos, so dass sich halbtransparente Videos über andere Webinhalte blenden lassen. Weiterhin unterstützt der Chrome Browser nun SCTP. Der Hauptvorteil dieses Übertragungs-Protokolls ist die Nutzung mehrerer unabhängiger Datenströme in einer Verbindung sowie flexible Zustellmechanismen.
  •  Der Firefox ist bei der Performance im Mittelfeld und überzeugt durch seine große Vielfalt bei der Individualisierung, bei der Bedienung des Browsers und durch die größte Auswahl nützlicher AddOns. Zusätzlich zu einigen Bugfixes ist jetzt die Suche individuell pro Tab möglich. Die neuste Entwicklung der Mozilla Foundation ist eine Web-Audio-API die es je nach Position auf der Webseite perspektivische Soundeffekte wiedergeben kann. Eine Demonstration dieses Features kann man unter folgendem Link finden: http://www.gooengine.com/mozilla-web-audio-demo-built-in-goo-engine/
  • Der Browser Opera setzt ab der Version 15 auf die Google Engine „Blink“ und kommt damit an die Geschwindigkeit des Chrome Browsers heran. Leider fehlen in dieser Version aufgrund des Backend-Wechsels noch wichtige Standardfeatures.
  • Der OSX-Standard Browser „Safari“ hat in seiner neusten Version einen Geschwindigkeitssprung hingelegt, kommt damit aber immer noch nicht an die Konkurrenten ran. Einzig die sogenannte „Reader“-Funktion ist eine lobenswerte Entwicklung. Der Reader-Modus dunkelt Werbung und störende Bilder ab um die Texte einer Webseite zu fokussieren und das lesen zu vereinfachen.
  • Der mit Windows 8.1 eingeführte Internet Explorer 11 ist nun auch zur Installation auf Windows 7 verfügbar. Die Entwickler haben die Touch-Steuerung verbessert, einen Synchronisationsdienst verbaut sowie mithilfe neuer Web-Techniken den Browser beschleunigt. Dazu gehören Teile von CSS3 wie Flexbox und das Background and Borders Module, ECMAScript 5 und Teile von ECMAScript 6, sowie aus HTML 5 unter anderem Drag & Drop und Datasets. Auch der umstrittene Kopierschutz für Video- und Audiostreams „Encrypted Media Extension“ (EME) ist bereits enthalten. Alle Neuerungen in der Browserengine wurden portiert, jedoch mit kleinen Einschränkungen. Die Syncronisation der Favoriten und offenen Tabs die über das mit dem Betriebssystem verbundene Microsoft-Konto ab Windows 8 erfolgen ist nicht möglich. Außerdem fehlt die Optimierung für multiple Tabs welche in der Windows 8.1 Version eingesetzt wird. Diese Optimierung friert die inaktiven Tabs ein damit sie keine Leistungsressourcen verbrauchen.

 Ein direkter Geschwindigkeitsvergleich auf einer Standard-Office-Hardware:

Unbenannt

Der Acid3-Test zeigt die Kompatibilität mit gängigen Webstandards, die anderen Tests beziehen sich auf die Geschwindigkeit beim Ausführen von Skripten und Rendern von HTML5-Code.

Im Unternehmensumfeld ist es jedoch nicht so wichtig wie viele Millisekunden eine Website schneller lädt, sondern das Sicherheitslücken so schnell wie möglich automatisiert geschlossen werden. Das gewichtigste Argument bei der Wahl des Browsers ist die vollständige Konfiguration des Browsers durch Gruppenrichtlinien und dedizierte Registry-Keys sowie das Internet Explorer Administration Kit (IEAK). Die Änderungen in der vordefinierten Gruppenrichtlinie beim Internet Explorer 11 sind unter folgendem TechNet-Artikel nachzulesen: http://technet.microsoft.com/library/dn321453.aspx.

Weiterhin gibt es die Möglichkeit vom User änderbare Standardeinstellungen zu setzen, diese Einstellungen findet man unter folgendem Link: http://technet.microsoft.com/en-us/library/dn338144.aspx

Im zweiten Teil erkläre ich Beispielhaft eine simple Grundkonfiguration der wichtigsten Einstellung wie Suchanbieter, Proxyeinstellungen und Sicherheitskonfigurationen des Internet-Explorers.

Als kleiner Hinweis, Sicherheitseinstellungen im Internet-Explorer wirken sich auch auf den Dateizugriff mit dem Windows Explorer im Netzwerk aus.

Abgelegt unter: Allgemein

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