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Fehlerhafte EAS Synchronisation (Push) beheben

Falls Sie Nutzer des Webmailsdienstes Outlook.com  von Microsoft in Verbindung mit Outlook 2013 sind, ist Ihnen vielleicht schon einmal aufgefallen, dass die Push-Funktion oft nicht funktioniert. Nachrichten werden dann garnicht abgerufen oder treffen erst Stunden später ein. Doch auch Nutzer eines Exchange Servers kann dieses Problem treffen. Wir wollen Ihnen in diesem Beitrag zeigen, wie Sie den Fehler beheben können und die korrekte Synchronisation per Push wieder herrichten.

Der Grund für diesen Fehler liegt in der Windows Firewall und/oder der Firewall, beispielsweise Ihres Routers begründet. Hier werden eingehende Verbindungen auf Port 443 geblockt. Dieser Port wird allerdings von Exchange Active Sync verwendet, um Inhalte zu pushen. In unserem Falle half es bereits in der Windows Firewall die Regel für eingehende SSTP-Verbindungen zu aktivieren und diese zuzulassen. Dadurch werden eingehende Verbindungen auf Port 443 erlaubt.

 Win_Firewall_SSTP

Ein weiterer Fehler findet sich ebenfalls in den Einstellungen der Firewall. Damit Push korrekt funktioniert meldet sich der Client in regelmäßigen Abständen am Mailserver an, was als „Hertbeat“ bezeichnet wird. Dies signalisiert dem Server, dass der Client noch online ist und bereit per Push E-Mails zu empfangen. Dieser „Heartbeat“ wird von Outlook standardmäßig alle 59 Minuten gesendet und basiert auf einer TCP-Verbindung. Firewalls besitzen, und hier findet sich das Problem, eine Funktion, die offene TCP-Verbindungen schließt, wenn Sie nicht genutzt werden. Die Zeit nach der eine ungenutzte Verbindung geschlossen ist, ist je nach Firewall unterschiedlich. Outlook ist darbüer nicht informiert und sendet den „Heartbeat“ weiterhin, obwohl die Verbindung möglicherweise bereits geschlossen wurde. Der Server erhält den „Heartbeat“ nun nicht mehr und geht davon aus, dass der Client offline ist. Er stellt somit die Zustellung von Nachrichten per Push ein.

Win_Registry_EAS

Die meisten Firewalls erlauben es nicht Einstellungen der Idle Timeouts zu tätigen. Die einzige Möglichkeit die nun bleibt, besteht darin, den Intervall für das Senden des „Heartbeat“ zu verkürzen. Dazu gehen Sie in die Registry des Computers über die Windows Taste + R und tippen in das Feld regedit ein bestätigen mit „OK“. Hangeln Sie sich dann durch die Schlüssel. HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\15.0\Outlook\EAS Sollte der Schlüssel EAS nicht forhanden sein, so erstellen Sie diesen einfach. Darin erstellen Sie wiederum einen DWORD-Wert mit dem Namen pushduration und tragen dort als Dezimalwert beispielsweise 29 ein. Nun sendet Outlook alle 29 Minuten einen „Heartbeat“. Senken Sie den Wert am besten in fünfer-Schritten, beginnend bei 59 und testen Sie so aus, wann Push wieder funktioniert. Achten Sie aber darauf, dass Sie den Wert möglichst groß halten, da kleine Werte zu einem höheren Datenaufkommen führen und die Laufzeit Ihes Notebooks negativ beeinflussen.

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