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Netzwerke im Einsatz – Möglichkeiten für Produktivität und Unterhaltung

Das klassische Computernetzwerk gibt es im eigentlichen Sinne kaum noch. Multimedia und mobile Geräte bringen neue Möglichkeiten der Vernetzung und des gemeinsamen Nutzens von digitalen Inhalten. Die Einsatzmöglichkeiten beschränken sich dabei nicht nur auf rein produktive Abläufe wie ein gemeinsames Arbeitsnetzwerk oder das Firmen interne Intranet, gleichermaßen wird die Unterhaltung auf eine neue Ebene gestellt. Das gilt für die Einbindung mobiler Endgeräte oder Spielkonsolen, ebenso für das Streaming von Dateien und Unterhaltungsmedien auf TV-Geräte oder Hi-Fi-Anlagen. Die Entwicklung des gesamten Spektrums geschieht auf mehreren Ebenen, wobei diese mehr und mehr miteinander verschmelzen und damit ständig neue Möglichkeiten der Vernetzung bieten. Dieser Artikel soll einen Überblick über die Möglichkeiten zur Verwendung, und weniger technische Aspekte vermitteln.

Netzwerke früher und heute
Die Anfänge der Netzwerke sind weitaus nicht so lange her, wie es Computer gibt. Auch wenn bereits die ersten Computer den Nutzen für Produktivität und Einsätze in wissenschaftlichen Bereichen ermöglichten, brachten die Netzwerke das Zusammenlegen einzelner Rechner und damit ungeahnte Möglichkeiten, besonders für Firmen oder andere Einrichtungen mit einem hohen Anspruch der EDV. Diese Firmennetzwerke bedeuteten für die IT komplexe Planungsüberlegungen und der praktische Einsatz war nur mit einem hohen Maßan geschultem Personal und technischen Ressourcen möglich. Computer benötigten spezielle Netzwerkkarten, die über LAN-Kabel miteinander und über zentrale Hubs und Server verbunden wurden. Auch die Integration von zusätzlicher Computerperipherie wie Netzwerklaufwerke oder Drucker zur gemeinschaftlichen Nutzung mussten über Server gesteuert werden. In diesem Sinne wurden natürlich auch hohe Investitionen getätigt, ein Grund, warum frühere Netzwerke meist nur für Firmen mit entsprechendem Budget möglich waren.

Mit der Zeit entwickelten sich aber auch mehr und mehr kleinere Lösungen die zu einem weitaus weniger aufwendigen Workaround führten. Kleinere LAN-Hubs ermöglichten die Vernetzung auch ohne den Einsatz von Servern, dies kam besonders bei kleinen Unternehmen oder im Gamingbereich zum Einsatz. LAN-Partys sorgten nicht nur für Stimmung bei PC-Spielern, auf diese Weise entwickelte sich die Vernetzung besonders im semiprofessionellen und privaten Bereich auf rasante Weise. Inzwischen ersetzen immer mehr kabellose Verbindungen die Möglichkeiten über LAN-Kabel. Die Netzwerke-Informationsseite „netzwerke.com“ widmet sich aktuellen Trends rund um das Thema und berichtet mit aktuellen News über das Zeitgeschehen dieser Technik. In erster Linie bedeutet dieser Fortschritt natürlich noch mehr Barrierefreiheit, die dem Sinn der Vernetzung und der Netzwerke absolut entgegenkommt.

Computer im Netzwerk
Den größten Anteil der Netzwerktechnik beansprucht nach wie vor der einzelne Computerarbeitsplatz. Dies gilt im großen Firmennetzwerk ebenso wie der Integration von Zuhause, dort wo der Computer als digitales Kontrollzentrum, als Arbeitsmittel oder als Unterhaltungscenter eingesetzt wird. Damit der Rechner mit anderen Komponenten kommunizieren kann, ist eine Vernetzung nötig, die inzwischen oftmals per W-LAN oder klassisch über LAN gestaltet wird. Dort wo damals Netzwerkkarten und Kabel zum Einsatz kamen, dienen inzwischen meist die unsichtbaren Komponenten der Antennen am Rechner und dem Router. Diese Router fungieren sozusagen als kleiner Datenknotenpunkt, hier finden die verschiedenen Netzwerkkomponenten zusammen. In vielen Fällen wird hierbei auch die Verbindung mit dem Internet via DSL-Telefonanschluss bereitgestellt. Damit dieser Verbindung mehrerer Netzwerkteilnehmer oder mit dem Internet auch über mehrere Etagen oder geschlossene Räume funktioniert, kommen sogenannte Repeater zum Einsatz. Dies sind Signalverstärker und helfen dabei, dass die Verbindung auch unter erschwerten oder weniger optimalen Bedingungen funktioniert.

Sicherheit im Netzwerk
Ein Router mit Internetmodem stellt nicht nur die Verbindung mit dem Internet da, gleichzeitig ist er auch ein Sicherheitsrisiko. Ohne eine sichere Verschlüsselung der Daten im Sende- und Empfangsmodus erhalten auch netzexterne Teilnehmer leichten Zugriff auf das private Netzwerk. Dies bedeutet ein hohes Risiko, was Datenschutz angeht, gleichzeitig gefährdet ein unsicheres Netzwerk die Privatsphäre. In der Regel werden solche Internetmodems mit modernen Verschlüsselungstechniken ausgeliefert. Der Anwender sollte sich vor der Inbetriebnahme in jedem Fall mit diesen Möglichkeiten der Verschlüsselung und der Administration vertraut machen. Im privaten Netzwerk fungieren die Nutzer nämlich meistens auch als zuständige Administratoren.

Druckerlösungen
Eine wirklich praktische Entwicklung im Netzwerk stellt die gemeinschaftliche Nutzung von Netzwerkdruckern dar. Dabei kann der Drucker an einen zentralen Ort aufgestellt werden und gleichzeitig von mehreren Anwendern bedient, beziehungsweise mit Druckaufträgen versorgt werden. Die Verbindung geschieht dabei meist entweder per USB-Kabel über einen Netzwerk/Internetrouter mit passendem Anschluss, oder, was sich immer mehr durchsetzt über das heimische W-LAN-Netzwerk. Diese Integration in das W-LAN-Netz bedeutet viele neue Möglichkeiten und die Systembarrieren zwischen Desktopcomputer und mobilen Computern wie: Notebooks, Tablet PCs aber auch Smartphones, verschwinden immer deutlicher. Inzwischen ist es sogar möglich, vorausgesetzt der Drucker ist im aktiven W-LAN Netzwerk angeschlossen, dass Druckaufträge von überall auf der Welt über das Internet am heimischen Drucker ausgegeben werden können.

Einfache Netzwerkspeicher und NAS-Server
Auch in diesem Punkt steht die Technik einer rasanten Entwicklung gegenüber. Gemeint sind dabei nicht nur einfache Speicher, die ebenfalls über das Internetmodem mit integriertem Router angeschlossen werden können, sondern moderne NAS-Systeme.Diese Bezeichnung beschreibt einen kleinen Netzwerkserver, an dem eine oder mehrere Festplatten angeschlossen sind. Diese Systeme verfügen einerseits über ein spezielles Betriebssystem, welches mittels Webmaske bedient, gewartet und administriert werden kann, weiterhin ist auch die Hardware ähnlich wie ein PC ausgestattet. Dazu gehören Prozessoren wie auch Arbeitsspeicher und Lüfter zur Systemkühlung. Grob umschrieben ersetzen diese NAS-Systeme komplexe Server für das heimische Netzwerk ebenso wie für kleine Unternehmen oder Selbstständige mit entsprechenden Ansprüchen. Ein weiterer wichtiger Faktor zeigt sich bei der Datensicherung. Hierbei werden nicht nur Sicherungen vom aktiven Computersystem durchgeführt, durch RAID-Verfahren werden diese Sicherungen gleich mehrfach auf zusätzlichen Festplatten Partitionen oder Laufwerke gesichert und gespiegelt. Das Spiegeln der Systeme kommt auch dann zum Einsatz, wenn der heimische Rechner als Datenserver mit dem Internet arbeitet und Zugriff von extern zulassen soll. Angenommen ein System würde ausfallen, würde das gespiegelte Datensystem die Arbeit übernehmen und durch die permanente Sicherung aktuelle Daten liefern können. Unternehmen mit einem hohen Anspruch an Datenverfügbarkeit nutzen solche Systeme. Hierbei sollte aber auch bedacht werden, dass NAS-Systeme meist für kleinere Projekte zum Einsatz kommen und dabei auch nur begrenzte Möglichkeiten wie auch Kapazitäten bieten.

Mediacenter – Das Unterhaltungsnetzwerk
Moderne Netzwerke dienen längst nicht mehr den rein produktiven Prozessen. Besonders die virtuelle Zentralisierung von komplexen Datenmengen wie zum Beispiel einer Filmbibliothek ist eine gern genutzte Funktion. So kann zum Beispiel der gewünschte Blockbuster oder die aktuelle TV-Serie über das Smartphone oder Tablet angesteuert und über das TV-Gerät ausgegeben werden. Dies gilt natürlich ebenfalls für Musik oder digitale Fotoalben und Konsolengames.

Hierbei lässt sich zwischen dem immer beliebter werdenden Dateistreaming über Set-Top-Boxen und die zentrale Medienverwaltung auf Konsolen und Netzwerklaufwerken wie auch Speichern unterscheiden. Besonders Apple und Google sind mit ihren kleinen Boxen aktuell sehr beliebt. Während Apple seine Dienste aus iTunes über eine kleine TV-Box ermöglicht, ist Googles Chromecast ein kleiner HDMI-Stick, der direkt an das TV-Gerät angeschlossen werden kann. Anders als beim Streaming von Dateien, also der Übermittlung von Daten von dezentral gespeicherten Dateien, funktioniert ein Mediaserver im heimischen Netzwerk auch als zentraler Netzwerkspeicher. Diese Systeme können ebenfalls in das heimische Netzwerk integriert und bedient werden.

Zusammenfassung:
Während die Netzwerktechnik in den Anfängen nur bei professionellen Einsatzzwecken in der Wirtschaft, Industrie, Politik oder Wissenschaft zum Einsatz kam, gibt es inzwischen diesbezüglich kaum noch Einsatzeinschränkungen. Dies gilt für produktive Anwendungen ebenso wie zur privaten und unterhaltungsbedingten Nutzung. Dabei verschwimmen technikbedingte Barrieren und Grenzen, was vor allem der Vermarktungsindustrie und dem Endanwender entgegen kommt. Mit der immer einfacher werdenden Vernetzung steigen aber auch Datenschutzrisiken und die Verlagerung von privaten Dingen hin zur digitalen Aufbewahrung. Ein verantwortungsvoller Umgang mit privaten aber auch Personen bezogenen Daten ist wichtiger denn je.

Ausblick Richtung Zukunft
Diese Entwicklung im Netzwerkbereich ist gleichermaßen spannend wie auch rasant. Angefangen bei der Vernetzung einzelner Computer bis hin zu multimedialen Einsatzmöglichkeiten und einer Dezentralisierung von Abläufen. Hier ist zum Beispiel die Erteilung von Druckaufträgen per W-LAN und Wi-Fi via Smartphone und Tablet, praktisch von jedem Ort aus der Welt zu nennen. Interne Netzwerke und das World Wide Web sind an einem Punkt angelangt, an dem es kaum noch eine Unterscheidung oder Trennung gibt. Das gilt für die eingesetzte Technik wie auch für die Bedienung dieser durch professionelle IT und dem privaten Endanwender. Und auch die Zukunft der Netzwerke zeigt sich bereits deutlich. Virtuelle Landschaften wie Cloudnetzwerke zeigen einen deutlichen Trend der Vernetzungstechnik.

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