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Postfächer in Exchange 2010 importieren

Dieser Artikel beschreibt das Importieren von gesicherten .pst-Dateien in Microsoft Exchange 2010. Damit dies durchgeführt werden kann, sind einige Bedingungen zu erfüllen.

 

Voraussetzungen

  • Microsoft Exchange 2010 muss mindestens über das Service Pack 1 verfügen, damit die genutzten cmdlets installiert sind und genutzt werden können – Download
  • Der am Exchange angemeldete Benutzer muss die Berechtigung für die „Mailbox Import Export“-Rolle erhalten
  • .pst-Dateien müssen in einem freigegebenem Ordner abgelegt sein

 

Berechtigung zum Import gewähren

Starten Sie die Microsoft Exchange Management Shell und führen Sie folgende Befehlszeile aus

New-ManagementRoleAssignment –Role "Mailbox Import Export"
–User Administrator

Beim nächsten Start der Management Shell ist es dem Benutzer „Administrator“ möglich Im- und Exporte von Postfächern durchzuführen. Sollten Sie die Shell als Administrator gestartet haben, muss diese einmal neugestartet werden.

 

Netzwerkfreigabe erstellen

In einer Organisation mit mehreren Client-Access-Servern ist es nicht transparent welcher der CAS nun den Import durchführt, daher reicht ein lokaler Speicherplatz nicht aus. Es muss ein Netzwerkspeicher erstellt werden, damit die Dateien im gesamten Netzwerk und somit für alle Server verfügbar sind. Dies gilt auch für Organisationen, die nur einen CAS besitzen.

Wichtig ist, dass die Gruppe „Exchange Trusted Subsystem“ Lese- und Schreibrechte für den freigegebenen Ordner erhält.

Netzwerkfreigabe

 

Import der .pst-Dateien

Da nun alle Anforderungen erfüllt sind, können Sie mit dem cmdlet „New-MailboxImportRequest“ .pst-Dateien in vorhandene Postfächer des Exchange-Servers importieren.

Für den simplen Import werden nur zwei Informationen benötigt. Der Pfad zur .pst-Datei und in welches Postfach importiert werden soll. Die entsprechende Befehlszeile lautet dann wie folgt:

New-MailboxImportRequest -FilePath \\server\pst\meinpostfach-backup.pst
-Mailbox Administrator

 

Nützlich ist der Parameter „TargetRootFolder“. Mit diesem lässt sich auf der gleichen Ebene wie dem Posteingang, Gesendeten Elementen, etc. ein Ordner erstellen. Der Importvorgang erfolgt dann entsprechend in diesen Ordner. Somit können z.B. Archive wieder in die Postfächer eingepflegt werden.

New-MailboxImportRequest -FilePath \\server\pst\meinpostfach-archiv.pst
-Mailbox Administrator -TargetRootFolder "Mein Archiv"

TargetRootFolder

 

Sobald ein fehlerhaftes Objekt nicht importiert werden kann, bricht der Vorgang mit „Failed“ ab. Mit dem zusätzlichen Parameter „BadItemLimit“ können Sie einen Grenzwert angeben wie viele fehlerhafte Items noch akzeptabel sind. Solange der Importvorgang diesen Wert nicht überschreitet gilt er als „Completed“. Sollten Sie aber einen Wert angeben, der 50 übersteigt wird sogar noch ein weiterer Parameter verlangt: „AcceptLargeDataLoss“.

New-MailboxImportRequest -FilePath \\server\pst\meinpostfach-backup.pst
-Mailbox Administrator -BadItemLimit 51 -AcceptLargeDataLoss

 

Eine Übersicht mit aktuellen Importvorgängen erhalten Sie mit dem cmdlet „Get-MailboxImportRequest“.

Get-MailboxImportRequest | Get-MailboxImportRequestStatistics
| Sort-Object Status
Get-MailboxImportRequest

Aliase der Benutzer geschwärzt

Um alle erfolgreichen Vorgänge zu entfernen und so die Übersicht zu behalten, können Sie folgende Befehlszeile verwenden

Get-MailboxImportRequest | where {$_.status -eq "Completed"}
| Remove-MailboxImportRequest
Abgelegt unter: Allgemein, Exchange, Exchange 2010

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