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SSD – Was ist das?

Solid-State-Drives, oder kurz SSD, sind derzeit in aller Munde und sind in letzter Zeit durchaus erschwinglich geworden. Doch was ist eine SSD und welche Vorteile bietet sie gegenüber einer herkömmlichen Festplatte?

IMG_0076Eine herkömmliche Festplatte (Hard Disk Drive oder kurz HDD) enthält in Ihrem Inneren eine oder mehrere Datenscheiben, die aus einem nicht magnetischen Material bestehen. Diese Scheiben sind mit einer Beschichtung versehen, die magnetische Eigenschaften aufweist. Ein Schreib-Lesekopf kann mit Hilfe eines kleinen Elektromagneten kleinste Bereiche auf diesen Scheiben magnetisieren oder entmagnetisieren. Mit Hilfe des Schreib-Lesekopfes lässt sich durch Induktion auch erkennen, welchen Zustand ein bestimmter Bereich auf der Festplatte zurzeit hat. Ein Controller in der Festplatte kann anhand der Zustände dieser Bereiche Daten auslesen, oder sie andersherum auch wieder auf der Festplatte sichern. Zwar bietet diese Methode der Speicherung von Daten eine hohe Kapazität, allerdings ist diese eine eher langsame Methode der Datenspeicherung, da der Schreib-Lesekopf bei jedem Zugriff auf die Festplatte mehrmals neu justiert werden muss, da die benötigten Bereich auf der Festplatte verstreut liegen. Hier setzten SSDs an.

IMG_0078Im Gegensatz zu HDDs enthalten SSDs keine mechanischen Bauteile. Dies erhöht zum einen die Lebensdauer des Gerätes, zum anderen steigert es die Leistung. Schreib-und Lesezugriffe werden merklich schneller verarbeitet. Dabei arbeiten SSDs ähnlich wie USB-Sticks als Halbleiterlaufwerk. Die benötigten Informationen werden in eine Speicherzelle geschrieben, die simpel ausgedrückt wie  eine Art Kondensator funktioniert. Eine gute SSD erreicht eine Transfer-Rate beim Lesen von Daten von ca. 518 Mbyte/s. Beim Schreiben ist eine Transfer-Rate von ungefähr 470 Mbyte/s möglich. Das entspricht lesend rund 86 MP3-Dateien pro Sekunde, schreibend sind es 78 MP3-Dateien. Zum Vergleich: Eine gute HDD schafft eine Transfer-Rate von lesend 161 Mbyte/s, was nur rund 27 MP3-Dateien entspricht. Schreibend wird ungefähr die gleiche Transfer-Rate erreicht.

Sicherlich sind die angeführten Werte sehr pauschal ausgedrückt. Dateigröße, Mainboard-Typ und weitere Faktoren spielen bei der Transfer-Rate eine große Rolle, doch die Möglichkeiten, die sich mit einer SSD ergeben werden grundsätzlich klar.

Abgelegt unter: Hardware

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