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Windows 8 – Editionen und Upgrade-Möglichkeiten

Am kommenden Freitag, den 26. Oktober 2012 startet Microsoft den offiziellen Verkauf seines neuen Betriebssystems Windows 8. Mit der Veröffentlichung der neuesten Windows-Version gehen allerdings ein paar gravierende Veränderungen einher. Neben einer ganzen Reihe von Änderungen in der Programmierung und der Benutzeroberfläche, die sich stark am Windows Phone orientiert und auf das sogenannte Metro-Design setzt, gibt es auch ein Novum hinsichtlich des Verkaufs. Denn erstmals in seiner Geschichte schreibt Microsoft dem Handel sehr genau vor, wie Windows 8 und die damit ausgerüsteten Produkte in den Geschäften zu präsentieren sind. Grund genug, etwas Licht in den Dschungel der angebotenen Lizenz-und Versions-Modelle zu bringen.

Windows 8 (c) Foto: microsoft.com

Windows 8 (c) Foto: microsoft.com

Die verschiedenen Versionen des neuen Windows-Betriebssystems

Wie schon bei seinen Vorgängern wird auch Windows 8 in verschiedenen, auf unterschiedliche Benutzergruppen zugeschnittenen Versionen auf den Markt kommen. Im Folgenden ein kurzer Überblick über die verschiedenen Editionen von Windows 8, die alle sowohl für 32- und 64-Bit-Prozessoren erhältlich sein werden.

  • Windows 8 (Core-/Standard-Edition): Die Standard-Edition von Windows 8 enthält alle Funktionen, die Microsoft als wesentlich für den Markt der Heimanwender ansieht (inkl. dem Microsoft Shop, Internet Explorer 10, Windows Media Server u.a.).
  • Windows 8 Pro: Die Pro-Edition des neuen Microsoft-Betriebssystems richtet sich als direkter Nachfolger von Windows 7 Professional bzw. Ultimate vor allem an Kleinunternehmer, die ihren PC sowohl privat als auch geschäftlich nutzen. Hier werden die Features der Standard-Edition u.a. um einen zusätzlichen Remote Desktop-Server ergänzt.
  • Windows 8 Enterprise: Die sogenannte Enterprise Edition erweitert den Funktionsumfang um viele Netzwerkfunktionen, die vor allem für Unternehmen relevant sind. Im Gegensatz zu den beiden anderen Editionen wird Windows 8 Enterprise von Microsoft allerdings ausschließlich als Volumenlizenz vertrieben.
  • Windows RT: Etwas aus dem Rahmen fällt die Windows RT-Edition, die Microsoft nur als vorinstallierte Version für Geräte mit ARM-Prozessoren wie z.B. Tablet-Computer ausliefern wird. Zwar können in dieser Edition keine herkömmlichen x86- oder x64-Anwendungen installiert werden, im Gegensatz zu den anderen Windows 8 Editionen sind hier aber die Microsoft Office-Produkte  Word, Excel, Powerpoint und Onenote bereits installiert.

Aus alt mach neu: Upgrade von Windows 7, Vista und XP

Seit einigen Wochen kann jeder Lizenz-Inhaber von Windows 7, Vista oder XP ein Upgrade auf die neueste Version des Microsoft Betriebssystems vorbestellen, um diese mit Windows 8 zu ersetzen. D.h. die Lizenz ist auf einen Rechner beschränkt, allerdings können beide Windows-Versionen parallel auf einem Endgerät betrieben werden. Mit dem Lizenzerwerb erhält der Benutzer dann einen Upgrade-Assistenten, der entweder die aktuell laufende Windows-Version (Windows 7, Vista oder XP) aktualisiert oder die Möglichkeit zur Erstellung eines Installationsmediums (USB-Stick oder DVD) anbietet, mit dem Windows 8 komplett neu aufgespielt werden kann. Während eine solche vollwertige Upgrade-Installation von Windows 7 problemlos möglich ist, sollten Vista- und XP-Nutzer Vorsicht walten lassen: Denn der Upgrade-Assistent übernimmt in beiden Fällen lediglich die eigenen Dateien bzw. einige System-Einstellungen – Anwendungseinstellungen gehen komplett verloren.

Windows 8: Upgrade auf Pro-Version per DVD oder als Download

Bis Ende Januar 2013 bietet Microsoft im Rahmen eines begrenzten Einführungsangebots zwei Varianten des Upgrades auf eine Windows 8 Pro-Version an: Zum einen als DVD und ab dem 26. Oktober auch als Download über die Website des Unternehmens. Während die Box mit DVD bei Microsoft selbst 60 Euro kostet, wird die Download Version mit 30 Euro um die Hälfte günstiger sein. Verschiedene Online-Händler bieten für die DVD-Version inzwischen aber auch schon für weniger Geld an. Am günstigsten ist das Upgrade für Besitzer eines Windows-7 PCs, die ihren Rechner nach dem 2. Juni 2012 gekauft haben. Ihnen gewährt Microsoft ein Upgrade auf Windows 8 für lediglich 15 Euro. Ausgenommen sind hier Inhaber einer Windows-7-Starter-Lizenz.

System-Builder-Lizenz auch für Windows 8

Wie in den letzten Jahren üblich bietet Microsoft auch für Windows 8 eine sogenannte System-Builder-Lizenz an, die ebenfalls ab dem 26. Oktober erhältlich sein wird. Seit dem OEM-Urteil dürfen Händler solche Lizenzen – im Falle von Windows 8 erstmalig auch außerhalb von Deutschland, Österreich und Schweiz – ohne entsprechende Hardware-Bindung weiterverkaufen. Für den Endverbraucher sind sie vor allem durch  Kürzel wie „SB“ oder „DSP“ (Delivery Service Partner) und/oder OEM zu erkennen. Mit Erwerb einer solchen Lizenz erhält man eine 32- oder 64-Bit Setup-DVD, mit der Windows 8 dann auf einem beliebigen Rechner als neue Version oder als Upgrade installiert werden kann. Offiziell hat Microsoft zwar noch keine Preise für die System-Builder-Lizenzen genannt, verschiedene Online-Shops bieten diese aber inzwischen für ca. 100 Euro (Core-Version) bzw. ca. 140 Euro für die Pro-Version von Windows 8 an.

Weitere Infos zu Windows 8 im Netz unter:

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